Konzert im Hohlenstein-Stadel im Lonetal

"Zurück zu den Wurzeln – siebzehn Flöten und fünf Flötisten"

Sonntag, 8. Juli 2018, 18 Uhr


Vor 40.000 Jahren schufen Eiszeitkünstler in den Höhlen des Ach- und Lonetals, dem heutigen UNESCO-Weltkulturerbegebiet, geheimnisvolle Kunstwerke aus  Mammutelfenbein. Auch die ältesten Musikinstrumente wie z. B. Flöten aus Schwanenknochen haben wir ihrer Fingerfertigkeit zu verdanken.

Die Gemeinde Asselfingen, auf deren Gemarkung sich der Hohlenstein-Stadel im Lonetal befindet, der Lonetal Verein und der Verein Gallier aus Asselfingen sowie das Kulturamt Langenau haben dies zum Anlass genommen, um am „Geburtsort“ der Instrumente ein Konzert zu veranstalten. Zu hören ist dort am Sonntag, den 8. Juli um 18 Uhr, das Flötenensemble „Four or more Flutes“.

Der Hohlenstein-Stadel ist jeweils zu Fuß von der Ausflugsgaststätte Lindenau oder den Wanderparkplätzen bei der Bocksteinhöhle bzw. dem Archäopark Vogelherd erreichbar. Für Gäste, die weniger gut zu Fuß sind, fährt ab Lindenau eine Pferdkutsche. In der Höhle besteht keine Bestuhlung. Decken, Campingstühle oder ähnliches müssen selbst mitgebracht werden. Eintrittskarten zum Preis von 15 Euro bzw. 12 Euro (ermäßigt) sind nur am Veranstaltungstag vor Ort ab 16 Uhr erhältlich. Bei schlechter Witterung oder Regen entfällt das Konzert. Info unter 0151 / 40794566.

„Four or more Flutes“ - fünf Flötisten aus vier Ländern - Australien, Österreich, Deutschland und der Schweiz - bilden als reine Flötenbesetzung ein einzigartiges Ensemble. Vom Piccolo bis zu der über zwei Meter großen Kontrabassflöte sind alle Flötenarten vertreten.

Die Musiker von „Four or more Flutes“ spielen seit mittlerweile 20 Jahren in unveränderter Besetzung zusammen und haben dadurch eine musikalische Dichte und auf der Bühne ein Blindverständnis, das sehr wenige Gruppen erreicht haben.

Als wohl erstes reines Flötenensemble im Jazz hat „Four or more Flutes“ eine stilbildende  Rolle erlangt, an der sich ähnliche nachfolgende Besetzungen orientieren. Durch den Einsatz von tiefen Flöten (insbesondere der Kontrabassflöte) und die speziellen jazzigen Spieltechniken entsteht eine eigenständige Klangwelt, die man einer reinen (klassischen) Flötenbesetzung nicht zutrauen würde.

Alle Mitglieder komponieren für die Band, so dass ein breites Spektrum von groovigen bis zu meditativ-lyrischen Stücken das Publikum in Atem hält. In der doch manchmal bierernsten Welt des Jazz sorgen die fünf Musiker dafür, dass der Humor nicht zu kurz kommt, und ihre Show verspricht immer einige Überraschungen.

Grabungsbesichtigung im Hohlenfels in Schelklingen

Donnerstag, 26. Juli 2018, 17 Uhr

Schelklingen

Der Hohle Fels bei Schelklingen ist eine große Hallenhöhle, die aus einem Schwammstotzen des Weißen Jura herausgelöst wurde. Siedlungsspuren finden sich über den langen Zeitraum von der Mittleren Altsteinzeit, der Zeit der Neandertaler, bis zur Jüngeren Altsteinzeit vor rund 10 000 Jahren. In der Höhle finden nach wie vor Ausgrabungen durch die Universität Tübingen statt. Neben dem Subsistenz- und Siedlungsverhalten während des Mittel- und Jungpaläolithikums sowie der Umweltrekonstruktion ist vor allem der Übergang von Neandertaler zum anatomisch modernen Menschen im Fokus der wissenschaftlichen Untersuchungen. Neben wichtigen Hinweisen auf das tägliche Leben der Eiszeitmenschen wurden darüber hinaus mehrere Figuren aus Mammutelfenbein (Venus, Wasservogel, Pferdekopf, kleiner Löwenmensch) und eine Flöte aus Gänsegeierknochen sowie Fragmente von Elfenbeinflöten mit einem Alter von rund 40 000 Jahren gefunden.

Die Höhle ist ein bedeutendes Geotop im UNESCO Global GeoPark Schwäbische Alb und seit Juli 2017 in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen.

Veranstalter: Lonetal Verein

Vortrag „Schönheit muss leiden – Archäologie des Körpers"

Donnerstag, 26. Juli 2018, 18.00 Uhr

mit Frau Ewa Dutkiewicz „Körpermodifikation“, Führung im Archäopark Vogelherd Niederstotzingen und Lagerfeuerromantik

Die Verschönerung des eigenen Körpers spielt in allen menschlichen Gesellschaften eine besondere Rolle. Dabei zeigt die Erfahrung, dass das was als „schön“ empfunden wird, stark kulturell geprägt ist. Was in einer Kultur ein absolutes Muss ist, um überhaupt als Teil der Gesellschaft akzeptiert zu werden, stößt in
einer anderen Gesellschaft auf Unverständnis oder sogar auf Ekel.

Veränderungen des Erscheinungsbildes treten in verschiedensten Formen auf. So sind bereits Frisuren und Kleidung als Körpermodifikationen anzusehen, doch reicht die Palette an Eingriffen sogar bis hin zu gravierenden Verstümmelungen.

Diese können, neben der reinen Verschönerung des Körpers, die unterschiedlichsten kultuellen Hintergründe besitzen, die im Rahmen des Vortrages näher beleuchtet werden sollen. Es werden anschauliche Beispiele für die verschiedenen Arten von Körpermodifikationen gezeigt, sowie die Nachweismöglichkeiten im archäologischen Material vorgestellt.

Veranstalter: Förderverein für Eiszeitkunst & Lonetal Verein

Mit dem SEGWAY zu den Welterbstätten im Lonetal

Samstag, 15. September 2018, 13:30 – 16:00 Uhr

Treffpunkt: Ausflugslokal „Schlössle“ Lindenau
Mindestalter: 15 Jahre/Führerschein: mind. MOFA
Mind. Teilnehmer 6 Pers.
Mitzubringen: wetterabhängige Kleidung, festes Schuhwerk,
Fahrradhelm (kann auch gestellt werden).

Die Tour mit Gästeführer Hermann Häußler geht nach etwas Training zügig durch das Lonetal zu den UNESCO Welterbestätten, den Fundhöhlen der bislang weltweit einzigartigen Elfenbeinschnitzereien aus der Eiszeit vor ca. 35 000 Jahren. Die Strecke führt zur Vogelherdhöhle (Archäopark), zum Hohlensteinmassiv mit Bären- und Stadelhöhle sowie zum Neandertaler-Siedlungsplatz am Bockstein. Viel erfährt der Teilnehmer über die spannenden Grabungsgeschichten der spektakulären archäologischen Funde. Möglicherweise reicht es zu weiteren Stopps wie z. B. in Stetten bei der “Schwarzen Madonna“ oder an geologisch markanten Stellen wie „Jurastotzen“ und Dolinen.
Genießen Sie mit dem SEGWAY auf eine „trendige“ Art das archäologische Schmuckkästchen von Weltbedeutung und die Natur im „Nationalen Geotop Lonetal”, einem der schönsten und geologisch interessantesten Tälern der Schwäbischen Alb.

Anmeldungen bis spätestens 15.08.18 unter info@lonetal-verein.de oder unter 0172 / 7848347. Die Gebühr von 79 € muss bis 1. September überwiesen werden an: Kontoinhaber: SEMO GmbH,             IBAN: DE86 7229 0100 0003 2373 11, Verwendungszweck: Segway Tour Lonetal Verein 15.09.18

Bei Unwetterwarnungen, Sturm, Gewitter oder Starkregen kann die Tour u. U. nicht stattfinden. Bei event. Absage werden die Teilnehmer mind. 2 Stunden vor Tourbeginn darüber informiert.

Veranstalter: Lonetal Verein

© Amrei Groß, Südwest Presse

„Bild-Vortrag "UNESCO-Welterbe"

Freitag, 21. September 2018, 19.30 Uhr

Bürgerhaus Stetten

Vortrag von Conni Meister, M.Sc., Landesamt für Denkmalpflege

In Höhlen der Schwäbischen Alb wurden die ältesten figürlichen
Kunstobjekte und Musikinstrumente der Menschheit entdeckt.
Es handelt sich um wenige Zentimeter große Elfenbeinschnitzereien, die Menschen und Tiere der Eiszeit sowie Mischwesen aus
Mensch und Tier darstellen. Zudem stammen aus den Höhlen
Schmuckgegenstände wie Elfenbeinperlen und durchlochte
Tierzahnanhänger. Die ältesten Musikinstrumente der Welt liegen
in Form von Flöten aus Vogelknochen und Mammutelfenbein vor.
Die Funde sind ca. 40.000 Jahre alt und wurden in den Fundstellen Geißenklösterle, Hohle Fels und Sirgenstein im Achtal sowie
Vogelherdhöhle, Hohlenstein Stadel-Höhle und Bocksteinhöhle im
Lonetal entdeckt.

Im Vortrag werden einerseits Hintergrund und Bedeutung der
Funde, der Höhlen und der Landschaft beleuchtet, andererseits
wird der Weg der Nominierung bis hin zur möglichen Welterbeinschreibung thematisiert.

Veranstalter: Förderverein für Eiszeitkunst & Lonetal Verein

Vortrag „Eiszeitkunst trifft Kriminaltechnik“

Freitag 12. Oktober 2018, 19.00 Uhr

Pfleghofsaal Langenau

mit Herrn Prof. Harald Floss, Marius Achtelnik und Michael Nagel

Das Thema – vollkommen ungewöhnlich – „Fingerabdrücke“ aus der Eiszeit. Professor Harald Floss von der Universität Tübingen ist Hauptredner bei diesem Vortragsabend. In Südfrankreich im Ardechetal wurden Höhlenmalereien mit vielen Finger- und Handabdrücken gefunden. Diese wurden vom Landeskriminalamt
ausgewertet. Zwölf Merkmale muss man jeweils ausfindig machen, damit ein Fingerabdruck gerichtswirksam, also eindeutig, zur Überführung eines Täters führen kann, so Michael Nagel
vom Landeskriminalamt. Ist es bei einem Aurignacien-Menschen gelungen, diese zwölf Merkmale zu bestimmen?

Veranstalter: Förderverein für Eiszeitkunst, Lonetal Verein & Stadt Langenau

Führung "Historisches Wasserwerk Ulm"

Sonntag, 04. November 2018, 14 Uhr

Treffpunkt: Seelhaus-Brunnen am Seelengraben, Nähe Zundeltor (Adresse: Wassermuseum, Griesbadgasse 30, 89073 Ulm)

Mit Hilfe der sogenannten Brunnenwerke wurde das gute Grundwasser gehoben und in, hinter der Stadtmauer stehende, Wassertürme gefördert. Als jedoch 1873 die erste zentrale Wasserversorgung mit einem Pumpwerk entstand, hatten die alten Brunnenwerke ausgedient.
Das jüngste stammt von 1638. Dieses Werk wurde 1998 als neues Wassermuseum eingerichtet. Im Gewölbe läuft ein nach alten Plänen, aber mit modernen Materialien gebautes Schau-Wasserrad, das die lange Welle bis zur geschmiedeten Kurbel für den Pumpenantrieb treibt und so einen guten Eindruck vermittelt, wie ein solches Brunnenwerk früher ausgesehen haben mag.
Die Exponate des kleinen Wassermuseums beschreiben die Geschichte der Ulmer Wasserversorgung seit ihren Anfängen und schlagen dort den Bogen bis zur Wasserversorgung von heute.

Veranstalter: Lonetal Verein