Vortrag "Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb"

Donnerstag, 26. April, 20 Uhr

Pfleghofsaal Langenau

von Conni Meister und Dr. Stephan M. Heidenreich

Eintritt: 5 € / 3 € (erm.) Eintrittskarten erhalten Sie ausschließlich an der Abendkasse.

In Höhlen der Schwäbischen Alb wurden die ältesten figürlichen Kunstobjekte und Musikinstrumente der Menschheit entdeckt. Die Funde sind ca. 40.000 Jahre alt und wurden in den Fundstellen Geißenklösterle, Hohle Fels und Sirgenstein im Achtal sowie Vogelherdhöhle, Hohlenstein Stadel-Höhle und Bocksteinhöhle im
Lonetal entdeckt.

Die sechs Höhlenfundstellen und die sie umgebenden Landschaft wurden aufgrund ihrer einzigartigen Funde in die Liste der UNESCO-Welterbestätten eingetragen.

Veranstalter: vh ulm, Stadtbücherei Langenau, Buchhandlung Mahr

Exkursion im Lonetal - Besuch von Fohlenhaus, Hohlenstein-Stadel, Vogelherd

Mittwoch, 9. Mai 2018, 14 Uhr

mit Herrn Prof. Claus-Joachim Kind

Treffpunkt: Parkplatz Lonetal/Bissingen/Vogelherd (Fahrt mit dem Bus)

Veranstalter: Förderverein für Eiszeitkunst & Lonetal Verein

Exkursion zu den Eiszeithöhlen am Hohlenstein-Felsmassiv

Freitag, 11. Mai, 14.30 Uhr

Treffpunkt Rammingen-Lindenau

mit Hermann Häußler

Eintritt: 5 € / 3 € (erm.)

Anmeldung bei der vh Ulm erforderlich

Erfahren Sie bei einer geführten Wanderung zu den Hohlensteinhöhlen mehr über die archäologische Grabungstradition im Lonetal, spannendes über die Fundentdeckungsgeschichte und den
»Löwenmenschen« aus der Hohlenstein-Stadelhöhle.

Veranstalter: vh ulm

Theater „Schäufeles schwäbische Welt - ein Hobbyarchäologe packt aus"

Freitag, 11. Mai, 20 Uhr

Pfleghofsaal Langenau

Gastspiel Theater Lindenhof Melchingen

Eintritt: 18 € / 15 € (erm)*

Die ältesten figürlichen Kunstwerke und Musikinstrumente stammen aus den Höhlen der Schwäbischen Alb. Hobbyarchäologe Schäufele wird angefragt, die Geschichte der Menschheit in einem geplanten Archäopark zu präsentieren. Mit einem Musiker an der Seite macht er sich auf, die Geschichten um die „Wiege der Kultur“ vor über 40.000 Jahren auf die Bühne zu bringen.

Doch plötzlich erscheinen dunkle Wolken am Albrand: Windige Geschäftsleute wittern das große Geld und verfolgen ganz andere Pläne für das schöne Blautal. Wie der Mensch wurde, soll nur noch am Rande erzählt werden. Aber die haben ihre Rechnung ohne Schäufele gemacht! Wie ihre frühen Vorfahren aus der Steinzeit, frech und voller Erfindungsreichtum, erlebt man die beiden Künstler mit „Spaß bei der Sach“. Bei der Spurensuche, beim Finden und Erfinden ihrer ganz eigenen Erzählung und beim Ausprobieren – weil „an guater Stolperer fällt net“ und „Ohne Musik versteht keiner die Welt, geschweige denn das Leben!“

Veranstalter: Kulturamt Stadt Langenau, vh ulm, StadtBücherei Langenau, Buchhandlung Mahr

Vortrag "UNESCO-Welterbe - was nun?"

Mittwoch, 13. Juni 2018, 19.30 Uhr

Prof. Nicholas J. Conard

Ort wird noch bekannt gegeben

Nicholas J. Conard ist wohl der stärkste Motor, der die Auszeichnung zum Weltkulturerbe vorangetrieben hat. Im Juni wird er über seine für ihn so wertvollen Höhlen des Lonetals erzählen und vielleicht auch schon über die Ausgrabungsarbeiten 2018 an der Kälbermahd-Halde berichten.

Veranstalter: Förderverein für Eiszeitkunst & Lonetal Verein

Grabungsbesichtigung im Hohlenfels in Schelklingen

Juli 2018, Spätnachmittag

Schelklingen

Der Hohle Fels bei Schelklingen ist eine große Hallenhöhle, die aus einem Schwammstotzen des Weißen Jura herausgelöst wurde. Siedlungsspuren finden sich über den langen Zeitraum von der Mittleren Altsteinzeit, der Zeit der Neandertaler, bis zur Jüngeren Altsteinzeit vor rund 10 000 Jahren. In der Höhle finden nach wie vor Ausgrabungen durch die Universität Tübingen statt. Neben dem Subsistenz- und Siedlungsverhalten während des Mittel- und Jungpaläolithikums sowie der Umweltrekonstruktion ist vor allem der Übergang von Neandertaler zum anatomisch modernen Menschen im Fokus der wissenschaftlichen Untersuchungen. Neben wichtigen Hinweisen auf das tägliche Leben der Eiszeitmenschen wurden darüber hinaus mehrere Figuren aus Mammutelfenbein (Venus, Wasservogel, Pferdekopf, kleiner Löwenmensch) und eine Flöte aus Gänsegeierknochen sowie Fragmente von Elfenbeinflöten mit einem Alter von rund 40 000 Jahren gefunden.

Die Höhle ist ein bedeutendes Geotop im UNESCO Global GeoPark Schwäbische Alb und seit Juli 2017 in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen.

Veranstalter: Lonetal Verein

Vortrag „Schönheit muss leiden – Archäologie des Körpers"

Donnerstag, 26. Juli 2018, 18.00 Uhr

mit Frau Ewa Dutkiewicz „Körpermodifikation“, Führung im Archäopark Vogelherd Niederstotzingen und Lagerfeuerromantik

Die Verschönerung des eigenen Körpers spielt in allen menschlichen Gesellschaften eine besondere Rolle. Dabei zeigt die Erfahrung, dass das was als „schön“ empfunden wird, stark kulturell geprägt ist. Was in einer Kultur ein absolutes Muss ist, um überhaupt als Teil der Gesellschaft akzeptiert zu werden, stößt in
einer anderen Gesellschaft auf Unverständnis oder sogar auf Ekel.

Veränderungen des Erscheinungsbildes treten in verschiedensten Formen auf. So sind bereits Frisuren und Kleidung als Körpermodifikationen anzusehen, doch reicht die Palette an Eingriffen sogar bis hin zu gravierenden Verstümmelungen.

Diese können, neben der reinen Verschönerung des Körpers, die unterschiedlichsten kultuellen Hintergründe besitzen, die im Rahmen des Vortrages näher beleuchtet werden sollen. Es werden anschauliche Beispiele für die verschiedenen Arten von Körpermodifikationen gezeigt, sowie die Nachweismöglichkeiten im archäologischen Material vorgestellt.

Veranstalter: Förderverein für Eiszeitkunst & Lonetal Verein

Mit dem SEGWAY zu den Welterbstätten im Lonetal

Samstag, 15. September 2018, 13:30 – 16:00 Uhr

Treffpunkt: Ausflugslokal „Schlössle“ Lindenau
Mindestalter: 15 Jahre/Führerschein: mind. MOFA
Mind. Teilnehmer 6 Pers.
Mitzubringen: wetterabhängige Kleidung, festes Schuhwerk,
Fahrradhelm (kann auch gestellt werden).

Die Tour mit Gästeführer Hermann Häußler geht nach etwas Training zügig durch das Lonetal zu den UNESCO Welterbestätten, den Fundhöhlen der bislang weltweit einzigartigen Elfenbeinschnitzereien aus der Eiszeit vor ca. 35 000 Jahren. Die Strecke führt zur Vogelherdhöhle (Archäopark), zum Hohlensteinmassiv mit Bären- und Stadelhöhle sowie zum Neandertaler-Siedlungsplatz am Bockstein. Viel erfährt der Teilnehmer über die spannenden Grabungsgeschichten der spektakulären archäologischen Funde. Möglicherweise reicht es zu weiteren Stopps wie z. B. in Stetten bei der “Schwarzen Madonna“ oder an geologisch markanten Stellen wie „Jurastotzen“ und Dolinen.
Genießen Sie mit dem SEGWAY auf eine „trendige“ Art das archäologische Schmuckkästchen von Weltbedeutung und die Natur im „Nationalen Geotop Lonetal”, einem der schönsten und geologisch interessantesten Tälern der Schwäbischen Alb.

Anmeldungen bis spätestens 15.08.18 unter info@lonetal-verein.de oder unter 0172 / 7848347. Die Gebühr von 79 € muss bis 1. September überwiesen werden an: Kontoinhaber: SEMO GmbH,             IBAN: DE86 7229 0100 0003 2373 11, Verwendungszweck: Segway Tour Lonetal Verein 15.09.18

Bei Unwetterwarnungen, Sturm, Gewitter oder Starkregen kann die Tour u. U. nicht stattfinden. Bei event. Absage werden die Teilnehmer mind. 2 Stunden vor Tourbeginn darüber informiert.

Veranstalter: Lonetal Verein

© Amrei Groß, Südwest Presse

„Bild-Vortrag "UNESCO-Welterbe"

Freitag, 21. September 2018, 19.30 Uhr

Bürgerhaus Stetten

Vortrag von Conni Meister, M.Sc., Landesamt für Denkmalpflege

In Höhlen der Schwäbischen Alb wurden die ältesten figürlichen
Kunstobjekte und Musikinstrumente der Menschheit entdeckt.
Es handelt sich um wenige Zentimeter große Elfenbeinschnitzereien, die Menschen und Tiere der Eiszeit sowie Mischwesen aus
Mensch und Tier darstellen. Zudem stammen aus den Höhlen
Schmuckgegenstände wie Elfenbeinperlen und durchlochte
Tierzahnanhänger. Die ältesten Musikinstrumente der Welt liegen
in Form von Flöten aus Vogelknochen und Mammutelfenbein vor.
Die Funde sind ca. 40.000 Jahre alt und wurden in den Fundstellen Geißenklösterle, Hohle Fels und Sirgenstein im Achtal sowie
Vogelherdhöhle, Hohlenstein Stadel-Höhle und Bocksteinhöhle im
Lonetal entdeckt.

Im Vortrag werden einerseits Hintergrund und Bedeutung der
Funde, der Höhlen und der Landschaft beleuchtet, andererseits
wird der Weg der Nominierung bis hin zur möglichen Welterbeinschreibung thematisiert.

Veranstalter: Förderverein für Eiszeitkunst & Lonetal Verein

Vortrag „Eiszeitkunst trifft Kriminaltechnik“

Freitag 12. Oktober 2018, 19.00 Uhr

Pfleghofsaal Langenau

mit Herrn Prof. Harald Floss, Marius Achtelnik und Michael Nagel

Das Thema – vollkommen ungewöhnlich – „Fingerabdrücke“ aus der Eiszeit. Professor Harald Floss von der Universität Tübingen ist Hauptredner bei diesem Vortragsabend. In Südfrankreich im Ardechetal wurden Höhlenmalereien mit vielen Finger- und Handabdrücken gefunden. Diese wurden vom Landeskriminalamt
ausgewertet. Zwölf Merkmale muss man jeweils ausfindig machen, damit ein Fingerabdruck gerichtswirksam, also eindeutig, zur Überführung eines Täters führen kann, so Michael Nagel
vom Landeskriminalamt. Ist es bei einem Aurignacien-Menschen gelungen, diese zwölf Merkmale zu bestimmen?

Veranstalter: Förderverein für Eiszeitkunst, Lonetal Verein & Stadt Langenau

Führung "Historisches Wasserwerk Ulm"

Sonntag, 04. November 2018, 14 Uhr

Treffpunkt: Seelhaus-Brunnen am Seelengraben, Nähe Zundeltor (Adresse: Wassermuseum, Griesbadgasse 30, 89073 Ulm)

Mit Hilfe der sogenannten Brunnenwerke wurde das gute Grundwasser gehoben und in, hinter der Stadtmauer stehende, Wassertürme gefördert. Als jedoch 1873 die erste zentrale Wasserversorgung mit einem Pumpwerk entstand, hatten die alten Brunnenwerke ausgedient.
Das jüngste stammt von 1638. Dieses Werk wurde 1998 als neues Wassermuseum eingerichtet. Im Gewölbe läuft ein nach alten Plänen, aber mit modernen Materialien gebautes Schau-Wasserrad, das die lange Welle bis zur geschmiedeten Kurbel für den Pumpenantrieb treibt und so einen guten Eindruck vermittelt, wie ein solches Brunnenwerk früher ausgesehen haben mag.
Die Exponate des kleinen Wassermuseums beschreiben die Geschichte der Ulmer Wasserversorgung seit ihren Anfängen und schlagen dort den Bogen bis zur Wasserversorgung von heute.

Veranstalter: Lonetal Verein